St. Elisabeth

Im Gebiet der immer stärker verbauten Oberen Wieden fehlte in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine katholische Vorstadtpfarrkirche. Durch einen Erlass des Kultusministeriums vom 10. April 1857 wurde daher ein Kirchenneubau angeordnet, der einen Fassungsraum für 3000 Menschen vorsah. Die feierliche Einsegnung der neugebauten Kirche fand am 18. November 1866 statt, was im Jahr 2016 die Pfarrgemeinde veranlasste, das 150-jährige Bestehen der Pfarrkirche St. Elisabeth zu feiern. Die schöne, im historisierenden Baustil gehaltene neugotische Kirche aus Rohziegel mit Akzenten aus hellem Stein (Architekt: Hermann Bergmann) hat einen 80 Meter hohen, in die Hauptfassade eingesetzten Turm, welcher der fünfthöchste Kirchturm Wiens ist. Beim Kirchenbau handelt sich um eine dreischiffige Staffelkirche, mit wenig ausladendem Querschiff und polygonalem Chor im Süden.

Betritt man den Innenraum der St. Elisabethkirche und geht durch die Vorhalle mit den Eingängen in die Theresienkapelle (rechts, ursprünglich Taufkapelle) und die Josefskapelle (links, ursprünglich Grabeskapelle, heute Aussprachezimmer) beeindruckt der große, helle Kirchenraum mit Blick auf den lichtdurchfluteten Chor, in dem sich der vergoldete neogotische Hochaltar befindet.

Dem Architekten Josef Lippert (1826 – 1902) wurde die gesamte Konzeption der Inneneinrichtung der St. Elisabethkirche übertragen, so auch der Entwurf des neogotischen Hochaltars.

Das Altarbild des Hochaltars zeigt die Hl. Elisabeth von Thüringen (Franz Dobiaschofsky) beim Verteilen von Brot an Bedürftige.

(Quelle: vgl. Kirchenführer St. Elisabeth)

Zur Webseite von St.Elisabeth: http://St-Elisabeth.at

Fotos: H.Straßer

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