Krankensalbung

In Krankheit, bei herannahender Operation, körperlichen Krisen oder aber auch dann, wenn sich rein die alltäglichen Belastungen des Älter-Werdens summieren: Herzlich willkommen, da mitten hinein sich die liebevolle Begleitung Gottes zusagen zu lassen: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf.”

So wird die Krankensalbung in Rahmen von Kranken- oder Seniorengottesdiensten gefeiert, kann in der normalen (Sonntags-)Messe eingefügt werden oder auch individuell (zu Hause) gefeiert werden.

Nicht aber ist die Krankensalbung das „Sterbesakrament“ (zu dem sie früher oft gemacht wurde – DAS Sterbesakrament ist die Kommunion).

Und „wie komm ich dazu“? In unserer Pfarre bieten wir in den Pfarrgemeinden immer wieder Kranken-Gottesdienste an – diese können Sie gerne im Pfarrbüro erfragen (Tel: 01 / 505 50 60; eMail: Pfarre@zurFrohenBotschaft.at).
Wenn Sie einer unserer Priester zur Krankensalbung besuchen soll, wenden Sie sich bitte ebenso an unser Pfarrbüro oder einen unserer Priester direkt (Kontaktdaten: HIER).

Weiterführende Informationen und Impulse zur Krankensalbung finden Sie HIER!

Impuls:

„Früher habe ich geglaubt, das ‚fromm-Sein‘ kann ich mir dafür aufheben, wenn ich alt und krank bin! Aber genau jetzt tue ich mir mit meinem Lebensschicksal besonders schwer. Jetzt ist mein Beten matt geworden – wo ist da Gott?!“ Nicht wenige Menschen fühlen sich gerade in Krankheit auch in ihrer Beziehung zu Gott durcheinander gebracht. Darüber hinaus treten tiefsitzende Fragen und Ängste zu Tage: Werde ich wieder gesund? Kehren meine Kräfte und Lebensgeister wieder? Kann das schon wirklich alles gewesen sein?

Die Krankensalbung stärkt das Vertrauen, bei Gott auch in schwerer Krankheit geborgen zu sein.
Und genau in diese Krisen des Lebens wird in der Krankensalbung die besondere Zuwendung Gottes spürbar zugesagt. Die Salbung mit Krankenöl lässt diese Zuwendung über Tast- und Geruchssinn besonders tief erfahren: „Du bist nicht allein! Nicht auch, sondern gerade jetzt bin ich, dein Gott, mit dir!“
Schon in der Bibel klingen diese Erfahrungen an: Im Jakobusbrief (5,14-15) steht: „Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Kirche zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.“

Auch hier wird durch einfache, menschliche Gesten das deutlich, spür- und erfahrbar, was Gott tut, bewirkt und schenkt. Konkret drückt sich das in der Krankensalbung folgendermaßen aus:

Der Priester betet für den Kranken, indem er ihm schweigend die Hände auflegt. Danach salbt er Stirn und Hände mit Krankenöl, indem er spricht:
„Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen. Er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes!“ – „Amen!“
„Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich. In seiner Gnade richte er dich auf!“ – „Amen!“

So wird deutlich, dass es ein Symbol für Kranke ist, für deren innere und äußere Heilung gebetet wird. Dies hat der frühere Ausdruck „Letzte Ölung“ sehr verdunkelt. Auch heute ist es leider bei manchem Menschen immer noch so, dass die Krankensalbung als „Vorstufe“ zum Sterben angesehen wird. Das Gegenteil ist der Fall: Krankensalbung ist kein Sterbe-Sakrament! Heilung, liebevolle Zuwendung und Kraft schenkendes Aufrichten sind jene Inhalte, die dieses Sakrament bezeichnen und im gläubigen Vertrauen auf Gott auch bewirken.

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