Bericht von der Le+O-Aktion

82 Bananenkisten voll mit 1810 kg Zucker, Reis, Nudeln, Öl, Konserven, Kaffee, Salz (…)

kommen dem Le+O-Projekt der Caritas zu Gute, das Menschen mit niedrigem Einkommen leistbare Lebensmittel zur Verfügung stellt.

40 Mitglieder der Pfarrgemeinde zur Frohen Botschaft haben am 21. Oktober 2017 nicht christlich geplant und nicht von der Notwendigkeit zur Solidarität gesprochen, sondern sind hinaus gegangen und haben gehandelt.  

In zwei SPAR-Märkten in der Zentagasse 11–13 und in der Wiedner Hauptstrasse 73 wurden alle Käuferinnen und Käufer eingeladen, zusätzlich haltbare Lebensmittel einzukaufen und diese für die Le+O-Märkte der Caritas zu spenden. Für uns ist diese Aktion eine Chance mit Sachspenden tatkräftig zu helfen.

                 VIELEN DANK

für Ihre Spende, für die Mithilfe beim „Ins-Leben-Setzen“ von christlicher Solidarität, beim tatkräftig missionarisch Sein und für die gemeinsame Freude am Tun.

In Vorfreude auf das nächste Jahr vielleicht mit drei oder vier Standorten  (also bei jeder unserer Kirchen)

 

Robert Pfeiffer, Renate Eibler und Martin Roland

Hier noch ein persönlicher Erfahrungsbericht von Martin Roland:

Hinauszugehen, sich den Menschen, die nicht „Pfarre“ sind, auszusetzen, das bedarf Überwindung. Details, wie z. B. aus welcher Gemeinde man kommt, verlieren an Gewicht. Spannend ist für die Menschen, dass sich jemand traut, für etwas einzustehen.

Vielen ist es bewusst, dass sie sich das nicht trauen würden. Sie begegnen mir mit Hochachtung, mit Bewunderung, selbst dann – was ganz oft der Fall ist – die Lebensrealität und die gesellschaftlichen, religiösen und politischen Ansichten ganz verschieden sind.

Oft bin ich überrascht, wer für die Botschaft des solidarischen Helfens empfänglich ist und wer gehetzt die Scheuklappen ausfährt. Auch das offene Ablehnen des Helfens für die, die sich nicht selbst helfen können, ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Man geniert sich nicht mehr, das auch zu sagen: egal ob mit schickem Kleid oder im Trainingsanzug.

Die bei weitem überwiegende Mehrheit der Käuferinnen und Käufer begegnen unserem Ansinnen aber wohlwollend. Gerade auch die Hilfsbereitschaft von Menschen, bei denen man spürt, dass sie nicht zu den Reichen gehören, ist überwältigend.

Es ist ein Gefühl der immer wiederkehrenden Freude, wenn man angelächelt wird. Interessierte Fragen werden gestellt, z. B. wo den die Ausgabestellen seien (siehe www.caritas-leo.at), wer wir denn eigentlich seien (www.pzfb.at). Und natürlich, ich begegne Vielen, die ich aus ganz anderem Zusammenhang kenne. 4+5 ist eben ein Dorf, in dem man viele soziale und freundschaftliche Kontakte hat.

Mir ist es gar nicht aufgefallen: Um 9.30 stehen Regina Robanser (St. Elisabeth), Robert Pfeiffer (St. Thekla),  Thomas Langer (Paulaner) und ich neben einander und sprechen Kunden im riesigen SPAR-Markt in der Zentagasse an. Es braucht eine Weile bis uns bewusst wird, dass wir einander vor zwei Jahren noch gar nicht kannten (St. Thekla und St. Florian sind eine gewisse Ausnahme, denn da sind die Kontakte über viele Jahre gewachsen).
Unser gemeinsames Tun ist ein Produkt unserer gemeinsamen Pfarre zur Frohen Botschaft.