Fußwallfahrt – Eindrücke vom Abgehen der Strecke (Tag 1 und 2)

Liebe Wallfahrer/innen und alle, die es noch werden wollen!

Da in etwas mehr als einem Monat unsere Fußwallfahrt stattfinden wird, wurde es höchste Zeit auch die zwei verbleibenden Teilstrecken (Tag 1 und 2) kennenzulernen. Herausforderung: Ich gehe beide Strecken an einem Tag.

Vor allem anderen ein GROSSES DANKE an Erwin (Jungwirth) für das Autofahren – gerade zu Tag 1 und 2 kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht hin. DANKE auch für das „Aufklauben“ unterwegs – ich glaube nicht, dass ich sonst das sonst geschafft hätte!!

Hier meine Eindrücke von Tag 1:

Wir lassen das Auto in Horni Stropnice stehen und gehen Richtung Dobra Voda. Wir freuen uns beide, einmal rauszukommen und genießen die Sonne, die blühenden Bäume und das frische Grün. Von weitem sieht man die Kirche wunderschön auf dem Hügel stehen. Gleich ist klar: Da geht´s irgendwann bergauf.

Vorerst aber noch nicht, nur hört der Weg auf – beziehungsweise geht er nach rechts. Jetzt geht´s bergauf und wir landen auf einer Straße – was nach Karte nicht sein sollte. Hätten wir durch´s Gemüse bergauf gehen sollen? Um die Antwort vorauszunehmen: Ja. Nicht immer sind die breiten Wege die richtigen… Die Straße führt aber auch zum Ziel, Erwin beschließt beim Rückweg den „richtigen Weg“ zu suchen.

Ab der Kirche gehe ich allein weiter. Der Weg geht stetig bergauf. Irgendwann biegt nach rechts ein kleiner Weg ab. Jetzt wird´s steil, teilweise am direkten Weg nach oben. Erinnerungen an Mariazell kommen auf. Es wird so richtig steil – ich fange an, zu zweifeln, ob wir wirklich diesen Weg nehmen sollen (es gibt eine kürzere Variante im Tal auch mit – laut Karte – deutlich weniger Höhenlinien). Ich bin oben, es geht (relativ gemütlich) hinunter – kann es sein, dass der Weg von der anderen Seite deutlich einfacher zu gehen ist? Im Tal sehe ich seltsame Zeichen betreffend den weiteren Weg – ich finde sie (noch) lustig. Jetzt biegt der Weg nach links ab – und ich bekomme einen Lachkrampf. Da soll ich hinauf? Womöglich noch mit Gruppe? Sicher nicht – das heißt mit Gruppe – ich habe jetzt keine andere Wahl. Man stelle sich den Aufstieg zum Annaberg vor (Steilheit) mit riesigen Felsbrocken und vielen Wurzeln. Da muss man drüber. Ich komme hinauf, fange aber an meine Muskeln zu spüren – wie soll ich den weiteren Weg schaffen? Endlich „oben“ geht’s kurz runter um dann wieder rauf zu gehen (das war´s immer noch nicht?). Wieder geht´s sanft hinunter (der Weg IST von der anderen Seite einfacher!), auf der Straße klaubt mich Erwin auf und wir fahren das letzte (Straßen)Stück nach Cerne Udoli.

Fazit: Diesen Weg gehe ich mit Gruppe sicher nicht. Wenn jemand konditionell wirklich gut beisammen und trittsicher ist, vielleicht mit einer Handvoll Freiwilligen, aber die große Gruppe geht den kürzeren Talweg, auch wenn ich den jetzt nicht abgegangen bin – es kann nur einfacher sein…

Tag 2

Von Cerne Udoli geht der asphaltierte Weg (Radstrecke) nach Zofin. Erwin fährt mich mit dem Auto. Das wird ein schöner Weg für eine große Gruppe – breit, keine Autos (Sackgasse), landschaftlich schön. Nach Zofin muss ich wieder allein weiter immer den asphaltierten Radweg entlang, der landschaftlich wunderschön am Fluss durch den Wald geht. Beim See (Abzweigung) würde sich eine Station anbieten.

Es geht weiter auf dem breiten Weg durch den Wald – in mir kommen die Gedanken der letzten Tage hoch und ich fange an abzulegen. Leider bin ich damit bei weitem noch nicht fertig, als der Weg nach rechts abbiegt (das sollte er nicht). Die gerade Fortsetzung ist zwar auch, aber deutlich schwächer beschildert. Ich beschließe der Karte zu vertrauen und gehe geradeaus. Nach 10 Minuten kommen mir Zweifel. Keine Markierung, kein Schild, kein Nichts. Ich drehe um und gehe den beschilderten Weg – und treffe – Gott sei Dank – jemanden. Er schickt mich wieder zurück. Mit Handynavi (an dem Tag gibt´s bis nach der Grenze übrigens kaum Empfang) gehe ich den Weg weiter. Er „stimmt“ – man verlasse sich doch auf die Karte… und komme dorthin, wo die Grenze sein muss. Wieder gehe ich falsch – breite Wege stimmen nicht (immer)! Endlich finde ich die Grenze. Fazit zu dem Wegstück: Die Grenze zu finden ist das Problem, sie zu überschreiten nicht.

Auf der österreichischen Seite sammelt mich Erwin wieder auf und wir fahren das doch längere (Straßen)Wegstück nach Bad Großpertholz – jetzt wieder Gott sei Dank – das wäre jetzt doch etwas viel geworden.

Fazit zu den beiden Tagen: Tag 1: Wir gehen die andere Strecke. Tag 2: Außer vielleicht dem letzten Straßenstück für eine Gruppe sehr gut geeignete Strecke (wenn man sie mal kennt), landschaftlich sehr schön – und perfekt um sich nebenbei zu unterhalten. Ich freu mich auf die Wallfahrt – jetzt brauchen wir nur noch schönes Wetter – wer hat einen „guten Draht“ nach oben? Bitte melden oder gleich direkt benützen!!

Weitere Infos und Anmeldung bei Regina unter wallfahrt@zurfrohenbotschaft.at.

Anmeldeschluss: 1. Mai 2017 – wir haben (Stand 11.4.2017 9:00 Uhr) noch 13 Plätze!

Anmelde- und Infoblatt unter:

http://pzfb.at/wp-content/uploads/2017/03/INFOBLATT-WALLFAHRT.pdf

http://pzfb.at/wp-content/uploads/2017/03/ANMELDEBLATT-WALLFAHRT.pdf